Nach Runaway ein weiteres Top-Adventure?
Über den Dächern von La Herida begegnen Sie diesem kleinen Mädchen, das eine ebenso kurze wie tragende Rolle spielt.
Die Lebensgeschichte von Adam Vandell ist so düster wie der schwarze Ledermantel des Endzeit-Cops: Nach dem grausamen Mord an seiner Frau schult er, vom Rachegedanken beseelt, zum Detective um und findet den ersehnten Seelenfrieden, als er einen Serienmörder dingfest machen kann. Doch seine Vergangenheit holt ihn wieder ein, als einige Jahre später ein Nachahmungstäter sein blutiges Unwesen treibt ...
Sie steuern Vandell in klassischer Point&Click-Manier durch die schmutzigen Endzeit-Straßen der Stadt La Herida 5 und lösen während Ihrer Ermittlungen ein gutes Dutzend Rätsel, indem Sie Objekte kombinieren oder mit Vandells telepathischen Kräften die Gedanken von Personen anzapfen. Leider sind die gestellten Aufgaben entweder zu simpel, um den Spieler ernsthaft zu fordern, oder dermaßen abwegig, dass ausschließlich planloses Experimentieren ans Ziel führt. Oder würden Sie eine Kreditkarte an einer Bodenplatte schärfen, um damit eine Plastikflasche zu köpfen? Da das Spiel nur eine Hand voll Schauplätze umfasst, ist allerdings selbst dieser "Trial & Error"-Vorgang nichts weiter als eine kurzfristige Beschäftigungstherapie - sogar Genre-Neulinge dürften Vandell innerhalb eines Nachmittags durchgespielt haben. Die kurze Spieldauer bricht leider auch der entsprechend gerafften Geschichte das Genick, die aufgesetzt bis unfreiwillig komisch wirkt.
