Actionspiel mit Zorro als Protagonist
Die Figuren sehen mit ihren vermeintlich aufgeklebten Schnurrbärten im Vorspann so aus, als wären sie im Löwenkostüm zu einem Faschingsball erschienen. Die Grafik im Spiel ist besser: Sie lassen Zorro elegant durch sieben Levels wandern, sollen Gegenstände finden und Personen retten. Dahinter verbirgt sich ein weiterer Tomb Raider-Abklatsch, den man mit zusätzlichen Features aufgebläht hat. Zorro kann schleichen, in der First-Person-Perspektive mit der Pistole schießen und im Zweikampf den Degen schwingen. Und das funktioniert so: Vier Pfeile rauschen über den Bildschirm, Sie müssen mit den Cursortasten die angezeigte Richtung drücken. Wer alles richtig gemacht hat, darf beeindruckenden Fechtszenen beiwohnen. Das ist so ziemlich das Einzige, was einwandfrei klappt. Der Rest artet in einem Kasperletheater aus, das man sonst nur mit zwei Promille zustande bringt: Sie wissen aufgrund der Kameraperspektive nie, in welche Richtung Sie laufen - und wer die Sicht mit der Maus anpassen will, kriegt einen Drehwurm. Sorry, liebe Entwickler, auf die Spielepackung hätte "MS" statt "Z" gemusst!
