Der dritte Weltkrieg beginnt im Nahen Osten.
Die Explosionen gehören zu den Highlights der aufgebohrten Earth-2150-Grafikengine. Ansonsten herrscht Tristesse.
In World War 3 kämpfen Amerikaner, Russen und Iraker um die letzten Ölreserven. Jeder auf seine Art: Die USA setzen auf teure Hightech-Waffen Baujahr 2001, Russland auf zahlreiche, solide Stahlriesen der 70er-Jahre und der Irak auf alles, was er in die Finger bekommt - inklusive der in Terrorcamps ausgebildeten, sprengstoffbeladenen Selbstmordeinheiten.Der Kampf um das schwarze Gold gestaltet sich erfrischend abwechslungsreich. In den insgesamt 21 Missionen muss der Spieler einzelne Generäle durch feindliches Gebiet steuern, Ölfelder einnehmen, Truppen zusammenlegen, getarnte Basen zerstören, feindliche Einheiten jagen und vieles mehr. Da es zusätzlich zu den Standardelementen eines Echtzeit-Strategiespiels Nachschub, Tunnelsysteme und Militärforschung zu beachten gilt, gehört World War 3 zu den anspruchsvolleren Spielen des Genres. Ein umfangreiches Tutorialsystem erleichtert den Einstieg in Spiel und Taktik, letztendlich ist es dann aber doch der Tankrush, der in den meisten Missionen zum Erfolg führt.
Die Spielbarkeit der Einsätze leidet allerdings arg unter den umständlichen Baumenüs und unter den winzigen Knöpfen, mit denen man Zugriff zu Forschungs- und Infobildschirmen erhält. Dass die unzeitgemäß farblose und kontrastarme 3D-Grafik für erfreulich viel Übersicht auf dem Schlachtfeld sorgt, ist da leider auch schon egal.
