Nachfolger der beliebten Tennissimulation
Schlafmangel: Herr Kolyev hat beeindruckende Augenringe - und Microids eine beeindruckende Grafikengine auf die Beine gestellt.
Mit dem Klassiker hat Tennis Masters Series nun wirklich nichts mehr gemein, schon gar nicht die Grafik. Die lässt nämlich einen ungläubigen Blick auf die Packung werfen: Da steht doch nicht EA Sports, oder? Nein. Aber Microids hat ganze Arbeit geleistet - in kaum einem Sportspiel können Sie so detaillierte Akteure erleben, wenngleich sich die Animationen nach einiger Zeit zu oft wiederholen. Super ist allerdings, dass man mit dem beiliegenden Editor ganz leicht selber Spieler mit allen Einzelheiten erstellen kann. Die 67 Spieler wurden in drei Klassen gegliedert: Netzspieler, Angriffsspieler und Grundlinienspieler - Unterschiede, die in den Partien berücksichtigt werden sollten. Sie können nämlich mit den vier verschiedenen Schlägen (Flacher Ball, Slice, Top Spin und Lob) ein abwechslungsreiches Angriffsspiel aufziehen und die Schwachstellen des Gegners forcieren. So sind die beiden Hauptmodi Karriere und Masters Series recht schnell durchgespielt, zumal besonders die anfänglichen Gegenüber ziemlich schnell ermüden und übertrieben häufig Doppelfehler machen. Wünschenswert wäre ein etwas direkter reagierendes Handling gewesen - so verpasst man zu häufig Returns ganz knapp, weil das Umdrehen zu lange gedauert hat.
