Viel zu schweres Weltraum-Abenteuer
Bunte Nebel, blitzende Laser, gleißende Explosionen: I-War 2 macht echt was her. Allerdings verschwinden die Instrumentenanzeigen manchmal im Farbenrausch.
Die schillernden Nebel, leuchtenden Sternhaufen und Planeten in Independence War 2 lassen sogar Aufnahmen des NASA-Teleskops Hubble verblassen. Die Grafik des Weltraum-Actionspiels ist top und läuft dabei auch auf schwächeren Rechnern noch flüssig. Wenn Sie dann noch einen guten Kopfhörer Ihr Eigen nennen, um die Soundkulisse zu genießen, werden Sie sich in Edge of Chaos fühlen wie Han Solo im Millennium Falcon. Allerdings sollten Sie auch so gut fliegen können wie der Star Wars-Held: Die Schiffskontrollen erfordern einige Einarbeitungszeit. Das liegt nicht nur daran, dass die Entwickler sich bemüht haben, den Raumflug in ihren Augen möglichst realistisch (sprich: kompliziert) umzusetzen, sondern auch an der alles andere als perfekten Bedienung. Ohne einen guten Joystick sind Sie aufgeschmissen.
Solche Widrigkeiten können die Hauptfigur Cal Johnston natürlich nicht von seinem Rachefeldzug abhalten, der sich als roter Faden durch die Story zieht. Schließlich muss er seinen ermordeten Vater rächen. So machen Sie sich also zunächst von Cals Piratenbasis aus auf, Frachtschiffe auszurauben, um das nötige Kleingeld für neue Schiffe und Waffen zusammenzusparen. Neben solchen Zufallsgefechten, die Sie ganz nach Belieben erledigen können, stehen rund 50 Hauptmissionen auf dem Programm, die die leider hauptsächlich in drögen Textbotschaften erzählte Geschichte weiterführen.
