Action-Ableger einer Rollenspielserie
Schönheit strahlt bekanntlich von innen.
Fünf Minuten- die Uhr tickt los. 16 Kämpfer, verteilt auf zwei Teams, rufen ein Kaufmenü auf, um sich mit Waffen einzudecken. Je nach Kontostand und Vorliebe bestellen sie Gravitationsäxte, Blitzstäbe oder Feuerpfeilbögen. Dann geht es auf die Positionen. Während die eine Mannschaft im Inneren einer Burg möglichst alle denkbaren Eingänge besetzt und über eine entführte Prinzessin wacht, versucht die andere, die Geisel zu befreien und nach Hause an Daddys behaarte Königsbrust zu eskortieren. Wer gewinnt, hängt zum einen davon ab, wer besser schießen, fechten und ausweichen kann. Zum anderen entscheidet das koordinierte Vorgehen im Team. Nach jeder Runde bekommen die Sieger Punkte und Geld gutgeschrieben, anschließend geht es wieder von vorne los. Legends of Might & Magic ist eine Counter-Strike-Kopie, die auf 20 Karten drei Wettbewerbe veranstaltet. Der Streit um die adelige Göre ist die erste Variante. In der zweiten geht es darum, einen Drachen schneller zu töten, als es die Konkurrenten tun. Die dritte Disziplin ähnelt Capture-the-Flag: Alle versuchen ein Schwert, das irgendwo im Level aus einem Stein ragt, zu klauen und ins eigene Lager zu schaffen. Neben Geschwindigkeit, Grafik und Steuerung untertrifft der Abklatsch sein Vorbild dummerweise im wichtigsten Punkt: Selten spielen im Internet mehr als 50 Leute mit.
