7 Tage in Entebbe: Filmrezension zum Terroristenthriller mit Daniel Brühl
27. Juni 1976: Ein Flugzeug der Air France wird auf dem Weg von Tel Aviv nach Paris von zwei Mitgliedern der Volksfront zur Befreiung Palästinas nach Entebbe in Uganda entführt. Um palästinensische Gefangene in israelischer Gefangenschaft freizupressen, geben sie dem israelischen Premierminister Yitzhak Rabin und dem Verteidigungsminister Shimon Peres eine Frist von sieben Tagen.
Wie zahlreiche andere Terrorismusdramen jüngerer Zeit, die in den 70er-Jahren spielen, bemüht sich auch dieses mittels Nebenhandlungen, die nicht immer irgendwo hinführen, um eine ausgeglichene Perspektive. Dabei gewinnt Regisseur José Padilha dem Genre kaum neue Erkenntnisse ab. Ihm gelingt es auch nur bedingt, die moralischen Konflikte von Terroristen und Unterhändlern unter einem Hut zu bringen oder eine kohärente politische Sicht auf die Geschehnisse einzunehmen. Auch wenn die Darsteller, darunter Daniel Brühl, solide agieren, wird die Spannung durch Drehbuchschwächen geschmälert.
Fazit:
Brisantes Thema mit vielen politischen Tretminen, die der Film unbedingt umgehen möchte, was auch die Spannung schmälert.
