18 Wheels of Steel Haulin
40 Tonnen Gesamtmasse, 18 Räder, 500 PS und keine Sekunde wirklicher Spielspaß - so könnte der Werbespruch des neuesten Teils der 18 Wheels of Steel-Serie heißen.
Am Anfang hört sich alles ziemlich spannend und spaßig an: überzeugende LKW-Simulation, abwechslungsreiche Transportaufträge, eigene Spedition leiten. In der Praxis ist das meiste aber nur heiße Luft.
Setzen Sie sich selbst in die Kabine Ihres Trucks und seien Sie der König der Straße. Ihre Aufgaben begrenzen sich leider auf die Finger einer Hand. Ständig transportieren Sie Waren von A nach B. Dieses Unterfangen ist auf Dauer öde. Sobald Sie einmal auf dem Highway sind, drücken Sie eine Taste und der Bolide kriecht förmlich über die "Schnellstraßen".
Mit 18 Wheels of Steels Haulin erscheint ein Titel, der nicht so wirklich in ein Genre passt. Um eine ernste Simulation zu sein, hat es viel zu wenig Details und einige Merkwürdigkeiten: Im Rückwärtsgang ist der Vierzig-Tonner so agil wie ein Gabelstapler - inklusive 360 Grad-Drehung. Für ein Arcade-Spiel ist es dann wieder viel zu langweilig.
Äh, was soll ich machen...?!
Wer für alles eine Anleitung braucht, der ist bei diesem Spiel falsch. Ein Tutorial entfällt komplett. Stattdessen bekommen Sie ein Fenster eingeblendet, welches erklärt, wie Sie in die Garage gelangen. Allerdings ist dieses Menü, zumindest am Anfang, ohne jeden Sinn und damit völlig nutzlos.
Das Spiel wirft einige Fragen auf: Zum Beispiel, warum man alle zwei Minuten von der Polizei angehalten wird. Entweder sind Sie zu schnell unterwegs - es gibt nirgendwo Hinweise zur erlaubten Gesschwindigkeit - oder Sie fahren zur falschen Zeit. Außerdem wird Ihr Fahrer irgendwann müde und das System empfiehlt, eine Pause zu machen. Wie sollte es auch anders sein - es fehlt eine Erklärung, wie man das eigentlich macht.
Man sieht nix - man hört nix.
Optisch versuchen die Entwickler eine gesunde Mischung zu erzeugen. Dies gelingt aber nur sporadisch. Die Reflektionen des Trucks sehen nicht schön, sondern übertrieben aus. Nette Details findet man immerhin beim rumtuckern. Wettereffekte und bekannte Sehenswürdigkeiten sorgen ab und zu für einen Aha-Effekt.
Musikstücke sind so rar wie Ufo-Landezonen im tropischen Wald. Außer der Hauptmenü-Untermalung und einem anderen Titel hören Sie während der Fahrt nicht viel. Kein Radio, keine stimmungsvolle Country-Musik - ein dicker Minuspunkt.


das mich schon mehrere monate begeistert mit kleinen Schönheitsfehlern aber darüberhinaus super für truckerfans