Online-Abo
Login Registrieren
Online-Abo
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • 1-2-Switch im Test: Von sportlich bis absurd - Wir melken um die Wette
    Quelle: Nintendo

    1-2-Switch im Test: Von sportlich bis absurd - Wir melken um die Wette

    Ist ein Spiel, bei dem der Bildschirminhalt in den Hintergrund rückt, überhaupt ein richtiges Videospiel? 1-2-Switch zeigt: ja. Für unseren Test haben wir alle 28 Minispiele ausprobiert, die die innovativen Funktionen der Nintendo Switch demonstrieren sollen. Ob sich ein Kauf von 1-2-Switch lohnt, erfahrt ihr im Review.

    Stolze 28 Minispiele der verschiedensten Arten, die nicht nur abwechslungsreich und spaßig, sondern auch für Spieler und NichtSpieler gleichermaßen geeignet sein sollen: So lautet das vollmundige Versprechen Nintendos. Obendrein will uns Big N mit 1-2-Switch auch gleich noch die neuen und innovativen Funktionen der Switch präsentieren und zeigen, wohin die Entwicklung zukünftiger Spiele gehen kann. Zu diesem Zweck unterstützt das Partyspiel den TV- und den Tisch-Modus sowie HD Rumble und den Infrarotsensor der Joy-Cons. Gepaart mit dem umfangreichen Marketing, das Big N im Vorfeld der Switch-Veröffentlichung nicht nur zur Konsole selbst, sondern auch zu 1-2-Switch betrieben hat, scheint Nintendo große Hoffnung in den Launch-Titel für Nintendo Switch zu setzen. Kann der Partyspaß diesem Anspruch gerecht werden?

    Lesetipp: Nintendo Switch im Hardware-Test

    05:10
    1-2-Switch: Merkwürdige Mini-Games - Trailer-Supercut

    Spielen ohne Bildschirm

          

    Die Auswahl an Minispielen ist groß, aber nicht überladen. Von 'Boxen' über 'Gorilla' bis 'Luftgittare' gibt es viel zu entdecken. Die Auswahl an Minispielen ist groß, aber nicht überladen. Von "Boxen" über "Gorilla" bis "Luftgittare" gibt es viel zu entdecken. Quelle: N-ZONE Legt ihr die Cartridge erstmals in den Modulschacht eurer Switch und startet das Partyspiel, wird eines schnell klar: Dieser Titel ist für den Mehrspieler-Modus gemacht. Von den insgesamt 28 Minispielen könnt ihr nur zwei alleine spielen ("Schlaf, mein Baby" und "Wettessen"), für alle anderen braucht ihr immer einen zweiten Mitstreiter. Die "Korkenknallerei" ist sogar für eine unbegrenzte Zahl an Spielern ausgelegt. Das ist schade, denn wir hätten uns sehr gewünscht, dass Nintendo zumindest einen simplen Einzelspieler-Modus integriert hätte, bei dem wir unser Können gegen virtuelle Gegner unter Beweis hätten stellen dürfen. Wesentlich besser sieht es da bei der Nutzung der Switch-spezifischen Features aus. HD Rumble findet beispielsweise Verwendung in sieben Minispielen, darunter das beeindruckende "Kugelschätzen" und "Safeknacker".

    In Ersterem gilt es, die Anzahl virtueller Metallkugeln im JoyCon zu schätzen, beim Zweiten müsst ihr einen Tresor knacken, indem ihr drei zufällige Punkte an einem virtuellen Schloss findet. Die Rumble-Funktion der nächsten Generation funktioniert tatsächlich so gut, dass wir die richtigen Punkte beim Safeknacken nach einigen Runden finden, ohne überhaupt noch auf den Bildschirm der Switch oder des Fernsehers schauen zu müssen. Apropos Bildschirm: Der rückt bei 1-2-Switch in den Hintergrund, denn wie Nintendo selbst es auch bewirbt, sollt ihr euch beim Spielen in die Augen schauen statt auf die Mattscheibe. Dieses Versprechen erweist sich in der Realität als bedingt umsetzbar.

    Bei "Am Apparat" funktioniert das Ganze zum Beispiel sehr gut. In diesem Minispiel geht es darum, den Joy-Con schnellstmöglich aufzuheben und ans Ohr zu halten wie ein Telefon, wenn der richtige Klingelton ertönt. Hier könnt ihr auf den Bildschirm getrost verzichten, denn ihr müsst euch allein auf euer Gehör verlassen. Bei "Würfelglück" funktioniert das Prinzip ebenfalls sehr gut; dabei ist es sogar ausreichend, die HD-Vibration der Joy-Cons zu fühlen. Bei der Bauernhofsimulation "Wettmelken", dem selbsterklärenden "Tischtennis" oder dem Zauberer-Duell "Mächtige Magier" hingegen bleibt der Blick doch größtenteils auf dem Bildschirm kleben. Das ist nicht weiter schlimm, verringert aber das ungewöhnliche und spaßige Gefühl, das bei direktem Blickkontakt während des Spielens entsteht. Insgesamt spielt der Bildschirm bei einem guten Teil der Minispiele wie erhofft wirklich nur eine untergeordnete Rolle, aber eben bei nicht bei allen.

    Modi: Von sportlich bis absurd

          

    Ein weiteres innovatives Switch-Feature, das leider nur in einem einzigen Minispiel Verwendung findet, ist der Infrarot-Sensor. Dieser ist in der Lage, Abstände und verschiedene Bewegungen zu erkennen, was beim "Wettessen" Anwendung findet. In diesem skurrilen Wettbewerb müsst ihr den Joy-Con mit dem Infrarotsensor auf euren Mund richten und schnellstmöglich Kaubewegungen imitieren. Je schneller ihr dabei seid, desto mehr virtuelle Sandwiches verdrückt ihr in einer festgelegten Zeit. Allzu weit dürft ihr dabei mit dem Joy-Con nicht von eurem Mund abdriften, sonst erkennt der Sensor eure Bewegungen nicht mehr. Abgesehen davon ist "Wettessen" aber eines der mit Abstand witzigsten Minispiele in 1-2-Switch.

    1-2-Switchim Test: Von sportlich bis absurd -Wir melken um die Wette (2) 1-2-Switchim Test: Von sportlich bis absurd -Wir melken um die Wette (2) Quelle: N-ZONE Die absurde Situation, wenn ihr einen Controller vor euer Gesicht haltet und wie ein Verrückter in die Luft beißt, sorgte in unserem Test mehr als einmal für heftiges Gelächter seitens der zusehenden Mitspieler. Das trifft indes auch für viele weitere Modi zu. Bei "Schlaf, mein Baby" müsst ihr das Switch-Tablet wie einen echten Säugling auf den Arm nehmen und in den Schlaf wiegen, bis er aufhört zu schreien. Das fördert nicht nur elterliche Fähigkeiten, sondern ist zudem ziemlich witzig anzuschauen. Auch die "Blindrasur" sorgt beim Spielen vor der Gruppe, wie Nintendo es sich vorstellt, für gute Unterhaltung der Zuschauer. In diesem Minispiel dient der Joy-Con als Rasierer, mit dem ihr euren virtuellen Bart loswerden müsst. Wir fühlten uns schnell zurückerinnert an die Zeit vor Smartphones, als man sich das Geräusch eines Elektrorasierers aufs Handy laden und dann so tun konnte, als würde man sich mit seinem Mobiltelefon rasieren.

    In kurzen Videos erklären euch echte Menschen vor jedem Minispiel einmal, was ihr tun müsst. Manchmal enden die ersten Runden aber dennoch im Chaos. In kurzen Videos erklären euch echte Menschen vor jedem Minispiel einmal, was ihr tun müsst. Manchmal enden die ersten Runden aber dennoch im Chaos. Quelle: N-ZONE Auch das sorgte seinerzeit für den einen oder anderen Lacher. Allerdings bietet 1-2-Switch bei Weitem nicht nur skurrile oder absurde Minispiele. Wie es sich für ein Bewegungsspiel gehört, sind auch einige sportlich durchaus anspruchsvolle Modi vertreten. Einer davon ist "Fahnenspurt": Hier gilt es, mit dem Joy-Con in der Hand möglichst schnell zu einer Fahne zu rennen und diese vor seinem Gegner zu greifen. Auch beim "Boxen" kommt ihr durchaus ins Schwitzen: Ein Sprecher gibt euch vor, ob ihr einen geraden Schlag, einen Uppercut oder einen Haken auf euer Gegenüber niederprasseln lassen sollt. Wer die richtige Bewegung schneller ausführt, trifft auch zuerst. Am Ende wird der Boxkampf, den ihr zuvor nur mit durch die Luft fliegenden Joy-Cons bestritten habt, auf dem Bildschirm nochmal als virtuelles Duell dargestellt. Beide Minispiele sind toll umgesetzt und fordern einiges an körperlicher Anstrengung von euch ab. Aber keine Sorge: Viele Modi könnt ihr auch problemlos im Sitzen spielen.

    Kleine Aussetzer gehören dazu

          

    So toll, spaßig und witzig viele Minispiele auch umgesetzt sind, konnten uns dennoch nicht alle Modi restlos überzeugen. Als ziemlich mittelmäßig erwies sich beispielsweise "Tischtennis": Die Strecke, die der Ball zwischen beiden Spielern zurücklegt, ist leider so kurz, dass kaum Zeit bleibt, um zum nächsten Schlag auszuholen. Dadurch wird eine Runde oft nach wenigen Sekunden schon dadurch beendet, dass der Ball einfach am virtuellen Schläger abprallt, während man eigentlich erst zum nächsten Schlag ausholt. Das wird schnell frustrierend und am Ende spielt man den Modus gar nicht mehr, weil er schlecht umgesetzt ist. Als ebenfalls schwieriger erwies sich der "Schwertkampf": Auch nach mehrmaligen Versuchen gelang es uns leider nicht, den Joy-Con von unserer korrekten Spielhaltung zu überzeugen, sodass wir das Minispiel schließlich etwas genervt links liegen ließen. Erst bei einem weiteren Versuch an einem anderen Tag konnten wir den Modus ausprobieren, ohne gleich gernevt zu sein. Für erstmalige Spieler stellt zudem das Erlernen der Steuerung in einigen Minispielen zunächst eine nicht zu unterschätzende Hürde dar. Der Einstieg fällt dementsprechend oft sehr chaotisch aus und erst nach ein paar Runden wisst ihr wirklich, was ihr da genau macht und vor allem machen müsst.

    Gut, aber nicht für jeden

          

    Mit sanften Bewegungen von oben nach unten und dem richtig getimten Drücken der Schulterknöpfe holt ihr beim 'Wettmelken' das Maximum aus eurer Kuh heraus. Mit sanften Bewegungen von oben nach unten und dem richtig getimten Drücken der Schulterknöpfe holt ihr beim "Wettmelken" das Maximum aus eurer Kuh heraus. Quelle: N-ZONE Trotz des einen oder anderen verbesserungswürdigen Kritikpunkts macht 1-2-Switch im Gesamtpaket jedoch umso mehr richtig. Abgesehen von der Handvoll etwas schwierig zu erlernender Minispiele ist der Großteil leicht zugänglich. Dadurch wird das Spiel seinem Anspruch gerecht, gleichermaßen für Jung und Alt, für Spieler und Nicht-Spieler geeignet zu sein. Und vor allem: der Party-Titel hat tatsächlich das Potential, für ordentlich Videospiele-Spaß auf Partys zu sorgen. Das fängt bei den aberwitzigen Modi wie "Schlaf, mein Baby" oder "Blindrasur" an und endet beim durch den meist direkten Augenkontakt außergewöhnlichen Spielerlebnis. Zwar können die Modi (bis auf bereits genannte wenige Ausnahmen) immer nur zu zweit gespielt werden, was bei Partys mit mehr als einem Besucher schon schwierig werden könnte; dafür dauern die meisten Runden aber nur wenige Sekunden, sodass sich verschiedene Spieler schnell ablösen können und niemand zu kurz kommt.

    In einem speziellen Team-Modus könnt ihr außerdem größere Teams bilden, wobei ihr euch aber ebenfalls abwechseln müsst. Was auf der einen Seite ein Vorteil ist, kann auf der anderen auch ein Nachteil sein: für hartgesottene Core-Spieler ist 1-2-Switch nur ein bedingt geeigneter Titel. Zu sehr erinnert das Spiel an eigentlich längst vergangene Wii-Tage, als ganze Familien vor dem Fernseher zusammenkamen, um gemeinsam Golf zu spielen oder anderen virtuellen Aktivitäten zu frönen. Wer diese Zeiten mit deutlich besserer Technik und zahlreicheren Möglichkeiten nicht wieder aufkommen lassen möchte, weiß mit 1-2-Switch vielleicht nicht allzu viel anzufangen. Doch selbst dann: Allein schon die HDVibration im Minispiel "Korkenknallerei" ist so beeindruckend nah an der Realität, dass es sich lohnt, 50 Euro in das Spiel zu investieren. In diesem Modus geht es darum, den Joy-Con abwechselnd bzw. reihum wie eine Sekt-Flasche zu schütteln, bis sie schließlich bei einem Mitspieler zu viel Druck aufbaut und der Korken knallt. Wir wissen leider nicht genau wie, aber irgendwie hat es Nintendo tatsächlich geschafft, mit Hilfe verschiedener kleiner Motoren im Joy-Con ein Gefühl zu erschaffen, dass sich kaum realer anfühlen könnte.

    'Wettessen' setzt als einziger Modi auf den Infrarotsensor des rechten Joy-Cons. Kaubewegungen in Maximalgeschwindigkeit können ganz schön anstrengend sein! "Wettessen" setzt als einziger Modi auf den Infrarotsensor des rechten Joy-Cons. Kaubewegungen in Maximalgeschwindigkeit können ganz schön anstrengend sein! Quelle: N-ZONE Umso unverständlicher ist es, dass Big N das Spiel nicht jeder Switch beilegt, immerhin ist 1-2-Switch ein Paradebeispiel für die neuen und innovativen Features. Was dem Bewegungsspiel trotz einiger mittelmäßiger Minispiele, die sich doch recht schnell abnutzen und ihren Reiz verlieren, außerdem hoch angerechnet werden muss: Es befinden sich keine Totalausfälle darunter. Als großer Fortschritt stellt sich zudem heraus, dass im Gegensatz zum bisher Gewohnten keine Sensorleisten, Kameras oder ähnliches mehr für die Bewegungssteuerung nötig sind. Das lässt euch deutlich mehr Spielraum, könnt ihr die Konsole doch einfach zu jeder Party oder zu Freunden mitnehmen, aufstellen und losspielen. Nicht einmal ein Fernseher ist dazu notwendig. Die größte Stärke von 1-2-Switch liegt indes sicherlich in seinem sozialen Aspekt.

    Dass es ein einziges Spiel schafft, in kürzester Zeit so viele verschiedene Reaktionen hervorzurufen, ist außergewöhnlich. Manche Modi sind echt peinlich, andere wirklich anstrengend und wieder andere absolut beeindruckend. Im Zusammenspiel mit Freunden, Familie und Bekannten ermöglicht 1-2-Switch so wirklich eine Videospielerfahrung, die uns in dieser Form bisher nicht untergekommen ist. Allen Kritikpunkten zum Trotz sorgt das für einen ungewöhnlichen, aber gelungenen Launch-Titel, dem man seine kleinen Macken durchaus verzeiht, weil er an vielen Stellen einfach zu viel Spaß und Freude macht. So richtig sauer stößt uns eigentlich nur der fehlende Einzelspieler-Modus mit virtuellen Gegnern auf, denn als einzelner Spieler ist 1-2-Switch in dieser Form quasi unspielbar. Dass Nintendo diesen Modus noch mit einem Update nachliefert wäre zwar sehr wünschenswert, aber ziemlich unwahrscheinlich. Trotzdem hatten wir jede Menge Spaß mit 1-2-Switch.


    1-2-Switch (NSW)

    Spielspaß
    77 %
    Pro & Contra
    Toller und kurzweiliger Partyspaß
    Switch-Features sinnvoll genutzt
    Abwechslungsreiche Auswahl an Minispielen
    Für Jung und Alt gleichermaßen
    Einstieg fällt manchmal etwas schwer
    Nicht sinnvoll alleine spielbar
    Fazit
    "Die Switch-Features werden in diesem Party spaß für Jung und Alt toll präsentiert"

    Werbefrei auf pcgames.de und im Forum surfen - jetzt informieren.
    00:30
    1-2-Switch: Drei Minispiele der Party-Sammlung im Video
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 04/2017 PC Games Hardware 04/2017 PC Games MMore 04/2017 play³ 04/2017 Games Aktuell 04/2017 buffed 12/2016 XBG Games 04/2017 N-Zone 04/2017 WideScreen 04/2017 SpieleFilmeTechnik 03/2017
    PC Games 04/2017 PCGH Magazin 04/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1222669
1-2-Switch
1-2-Switch im Test: Von sportlich bis absurd - Wir melken um die Wette
Ist ein Spiel, bei dem der Bildschirminhalt in den Hintergrund rückt, überhaupt ein richtiges Videospiel? 1-2-Switch zeigt: ja. Für unseren Test haben wir alle 28 Minispiele ausprobiert, die die innovativen Funktionen der Nintendo Switch demonstrieren sollen. Ob sich ein Kauf von 1-2-Switch lohnt, erfahrt ihr im Review.
http://www.pcgames.de/1-2-Switch-Spiel-60690/Tests/Review-1222669/
08.03.2017
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2017/03/Aufmacher-pc-games_b2teaser_169.jpg
nintendo switch,konsole
tests